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Was benötigt es wohl, um den Schritt zu machen?

So langsam frage ich mich, was es wohl benötigt, damit wir (also ich und Herr P.) den Schritt ins "Ungewisse" machen würden.
Ja, ich schreibe in der Möglichkeitsform, denn so langsam glaube ich nicht mehr daran, dass dieser Traum umgesetzt wird, es sei denn wir würden im Lotto gewinnen.

Das Problem das ich sehe ist, dass man wirklich wollen muss, und sich dabei auch auf viele neue und ungewisse Dinge einlassen muss. Ich kann das ganze mittlerweile relativ locker sehen, denn ich habe keinen 9 to 5 Job, und auch sonst keine Verpflichtungen, die mich hier halten. Das sieht bei Herrn P. ein wenig anderst aus... er geht seit Jahren seiner "sicheren" Arbeit nach, und hat uns damit auch schon über einige schwierige Zeiten hinweg gebracht.
Da kann ich es total verstehen, dass man diese "Sicherheit" nicht aufgibt, oder aufgeben möchte. Dennoch frage ich mich, sollte man an seinem Traum fest halten?!?

Ganz ehrlich, ich weiss es nicht mehr...
Ich finde, man sollte seine Träume versuchen aus zu leben, denn man lebt nur einmal, und auch dieses eine Leben ist meist sehr fremdbestimmt.
So überlege ich mir, ob ich den Traum eines Hausbootes an den Nagel hängen soll, oder sollte ich besser sagen, den Stöpsel ziehen soll, und ihn versenke? Und mir besser einen Campervan zulegen soll, denn mit dem kann man überall hin, auch da wo es keine Kanäle hat, und kann ihn dann auch wieder Zuhause parkieren, bis zum nächsten Mal. Auch könnte man gut Wochenendtripps machen, denn man kann ja dann auch gleich vor der Haustüre losstarten.

Ach Leute, während ich diese Zeilen schreibe, merke ich schon, wie sich alles sträubt, denn es wäre nicht das Selbe... Und vor Allem, ich träume ja von einem Hausbooleben, nicht von "Ferien".
Ganz ehrlich, im Moment gerade glaube ich nicht mehr daran, dass wir es umsetzen werden, denn Herr P. hat vor kurzem zum ersten Mal gesagt, ...wenn er dann in der Rente ist! Ich weiss nicht, ob ich so lange warten will/kann. Wer weiss, wie es uns/mir bis dahin geht? 

Denkst du oft zurück an Tage oder Ereignisse, wo es dir so richtig gut ging?

 

Oder träumst du von einer Zukunft, in der alles besser wird?

 

Ja?

 

Dann hör auf damit!

 

Vergangenheit und Zukunft sind Illusionen. Sie existieren nicht. Das eine ist vergangen und das andere kommt erst noch. Und beides lenkt von dem ab, was wirklich wichtig ist:

 

Das was ist. Genau HIER, genau JETZT.

 

Ich gebe mir Mühe, mir etwas auf zu bauen, Ortsunabhängig. Doch das gestaltet sich sehr zäh, vor allem im Anbetracht darauf, dass es nicht immer geschätzt wird, ja teils sogar belächelt wird, und ich vermute, dass es nie genug sein wird, dass auch Herr P. sagen wird; Ok, packen wir's an, setzen wir den Traum um.