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Wen man so alles antrifft und kennen lernen darf

Zu unserer grossen Freude befindet sich gleich über die Strasse, ein paar Meter nach hinten versetzt, ein Intermarché, wo wir dann auch gleich noch etwas eingekauft haben.
Da möchte ich doch gleich erwähnen, für alle die auch mal Hausbootferien machen möchten, bringt gleich schon genügend Wasserflaschen und sonstige Getränke mit, denn ab jetzt werdet ihr alles tragen müssen. Und die Einkaufsmöglichkeiten sind selten so nah am Anlegeplatz, wie in Gray.

Da es in Gray ziemlich voll war, und wir neugierig auf Infos von Alteingesessenen - Böötler waren, sind wir dann nach dem Einkaufen gleich wieder umgekehrt, und die paar Meter wieder Flussabwärts zu diesem Steg gefahren.

Die meisten Böötler (verzeiht mir den Ausdruck Böötler, aber der liegt mir einfach am besten) sind sehr hilfsbereit, so auch der Herr, mit der grossen Schweizerfahne am Heck seines Bootes. Er half auch gleich beim anlegen, was als totaler Anfänger schon mal nicht so einfach ist, und erst recht nicht, mit einem Boot, das rückwärts keine Steuermöglichkeit hat, und dann noch mit einer ordentlichen Flusströmung, da wir ja noch immer Hochwasser hatten. Wir sind aber mit dem ersten Anlauf auch gleich rein gekommen, und bekamen noch ein Lob von dem alten Seebären.

Guckt man links an unserem Boot vorbei, da seht ihr das Boot, dass im Hafen mit unverkennbarer Flagge vertäut lag. Jetzt wo ich den Post schreibe, fällt mir auf, wie wenig Angeln er damals noch auf dem Boot hatte... Die Angeln wurden von Jahr zu Jahr mehr.

Wer in dieser Gegend auf den Wasserstrassen Frankreichs unterwegs ist, kennt ihn ziemlich sicher, oder weiss zumindest von wem die Rede ist.

 

Mit seiner Hilfe gingen wir denn auch noch eine Angelerlaubnis besorgen, denn wir wollten nicht, wie die meisten Touristen, sei es aus Unwissenheit oder Frechheit, unerlaubt angeln.
Abends sassen wir gemütlich beisammen und genossen ein gutes Essen, und ein Glas Rotwein.
Ja, bei mir war es tatsächlich nur ein Glas Rotwein, denn ich mag Rotwein nicht so sehr, erst recht nicht trockenen.  :-)

 

Da wir schon lange nicht mehr geangelt hatten, war dann auch klar, dass wir am nächsten Tag nicht mehr weiter fahren würden, sondern lieber noch etwas da blieben. Wir warfen die Angeln aus, konnten noch einige Tricks des Seebären abschauen und genossen ganz einfach den Tag. Auch ein Tag ohne fahren ist auf dem Boot, oder besser gesagt am Wasser, einfach herrlich.