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Erster Tag auf dem Boot

Wir waren noch nie mit einem grösseren Boot gefahren, und schon gar noch nie geschleust... Doch nach kurzer, und ich betone hier wirklich das Wort KURZER Einweisung, wurden wir auf die Kanäle Frankreichs los gelassen.

Hier sei erwähnt, wir sind mittlerweile sicher schon 4 Mal von der Basis in Dole aus gestartet, und immer, jedesmal hatten wir Probleme mit der ersten Schleuse, Richtung Saone/Auxonne.
So also auch beim ersten Mal, wir kamen also nicht mal aus Dole raus, schon hatten wir das erste Problem. Ihr könnt Euch vorstellen, dass dies schon den ersten ordentlichen Nervenkitzel verursacht hat.
Boot anhalten, jetzt schon irgendwie das Boot zum stehen bringen, mit... wie könnte es anders sein, vielen Fussgängern/Zuschauern am Ufer. Doch ganz ehrlich, das war nicht mal so schlimm, denn wir waren einfach froh, als die erste Schleuse dann lief, wir den ersten Schleusenvorgang überstanden hatten, und einfach etwas geradeaus fahren konnten.
Aber, es ist einfach so, egal in welche Richtung man von Dole aus fährt, es kommen erst einmal eine Menge Schleusen.

Ich kann euch sagen, die Anspannung, die Konzentration, das fehlen von etwas Übung und einem noch völlig uneingespieltem Team, könnte schon fast zu einem handfesten Ehekrach führen. Jedenfalls musste ich einmal etwas Luft raus lassen, damit auch Herr P. wusste, dass nicht nur der Kapitän unter Strom steht. Herr P. weil er das Schiff in die Mitte der Schleuse manövrieren muss, und ich, weil ich total ungeübt auf dem nassen Boot stehe, mit einem Seil in der Hand, welches möglichst beim ersten Versuch über den Poller sollte.

Es ging aber alles gut, wir kamen abends dann auch gut im Hafen von Auxonne an. Das einparkieren lief ganz gut, auch kam uns sofort jemand entgegen und hat das Seil entgegen-genommen, so dass es ganz schnell ging.

Wir waren total erschöpft, so dass wir früh ins Bett gingen und auch schnell einschliefen.

In Auxonne ist denn auch dieses Bild entstanden, von diesem süssen Türmchen, ich liebe dieses Bild.
Ihr werdet sicherlich noch merken, dass ich allgemein alte Gebäude und Altstädte einfach liebe.